Wärmepumpe-Effektivitätskurve
Die Entwicklung von Wärmepumpen stellt einen Meilenstein in der Nutzung von regenerativer Energie dar, gerade aus dem Hintergrund der technischen Umsetzung, aus einer Masse mit geringer Temperaturdiskrepanz ein definiertes Volumen an Energie mit ungleich höherem Temperaturniveau zu schaffen. Der Vorteil der Wärmepumpen ist durch wenig Energieeinsatz, wesentlich mehr Energie aus der Umwelt zu nehmen und nutzbar zu machen. Dabei gilt, je höher die Außentemperatur der Luft oder des Erdreiches, aus dem die Wärme gewonnen wird, desto effektiver die Anlage in der Umsetzung dieser Energie zur Nutzung im Haushalt. Hat man nicht den Vorteil, dass die Energie aus Tiefenbohrungen oder dem Grundwasser entnommen wird, sondern lediglich Außenluft oder Erdwärmekörbe zur Energieerzeugung genutzt werden, dann kann einem die Anlage schnell sehr teuer werden, wenn die Stromkosten im direkten Kosten-Nutzen-Vergleich zu einer konventionellen Öl- oder Gasheizung gerade zu explodieren drohen. Auch die Klimabilanz wird sich, abhängig von verwendeten Strommix nicht besser darstellen können, wenn für die Herstellung des verwendeten Strom wesentlich mehr CO2 (oder äquivalent atomarer Sondermüll) erzeugt wurde, als durch die Verwendung von geothermischer oder atmosphärischer Energie eingespart wird.
Diskrepants zwischen dem Energiebedarf der Wohneinheit und des Wirkungsgrades der Wärmepumpe bei steigenden bzw. sinkenden Temperaturen.
Quelle: woodventure.de
Leider wird im alltäglichen Jahreszyklus gerade dann wesentlich mehr Energie benötigt, wenn die Außentemperaturen absinken und ein Zuheizen der Wohnräume notwendig ist, an der Schwellkante zwischen Sommer- und Winterperiode kann eine Wärmepumpe noch den notwendigen Betrag zur Warmwasseraufbereitung zusteuern, doch sinken die Temperaturen weiter, wird auch der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe schlechter. Zwar werden heutzutage schon Wärmepumpen angeboten, die auch bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ihren Dienst verrichten, trotzdem wird auch bei diesen Anlagen mit keinem größeren Effektivitätsgrad zu rechnen sein.
Auch im Umkehrschluss ergibt sich somit, dass bei steigenden Außentemperaturen der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe steigt, diese aber gar nicht zu Erwärmung des Gebäudes benötigt wird, sondern lediglich für Wärmwasser im Haushalt Verwendung findet.






